Obwohl die Arbeitgeber ein deutlich verbessertes Angebot vorgelegt haben, endete auch die siebte Verhandlungsrunde zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem WBO über die Neuausgestaltung des Manteltarifvertrags für die privaten Omnibusunternehmen ohne Abschluss.

„In den entscheidenden Punkten gibt es leider noch immer keinen finalen Konsens“, so WBO-Verhandlungsführer Horst Windeisen. Insbesondere die Pausenbezahlung ist das Thema, an dem Verdi sich festbeißt. Und genau hier kommen die Arbeitgeber der Gewerkschaft einen großen Schritt entgegen. „Die Arbeitgeber haben sich deutlich bewegt, auch, um weitere Streiksituationen von den ÖPNV-Nutzern abzuwenden“, so Windeisen. „Das Angebot reicht in Stufen bis hin zu 16 Prozent der maximal unbezahlten Zeit eines Dienstes – das müssen die Mitgliedsbetriebe erst einmal schultern, auch im Hinblick auf die in diesem Jahr noch anstehende Lohntarifrunde. Die Gewerkschaft lässt das völlig kalt.“
Nach wie vor sind die Fahrgastzahlen pandemiebedingt immer noch deutlich unter den Zahlen von 2019 – die Unternehmen sind in einer sehr schwierigen Lage. „Die Realität kann von Verdi auch nicht am Verhandlungstisch ausgeblendet werden“, so Windeisen weiter.

Der WBO-Tarif ist geprägt von einem hohen Stundenlohn, Pausen werden derzeit anteilig bezahlt. Dies soll stufenweise für die Fahrerinnen und Fahrer weiter verbessert werden. Allerdings: Von heute auf morgen geht das nicht.

„Verhandlungen sind kein Wunschkonzert“, ergänzt die Stellvertretende WBO-Geschäftsführerin Yvonne Hüneburg (Foto), „beide Seiten müssen sich bewegen. Verdi verschließt die Augen vor der derzeitigen Branchensituation – das ist nicht lösungsorientiert!“

Und nun? „Ganz klar ist die Gewerkschaft jetzt am Zug“, betont Yvonne Hüneburg. „Wir erwarten von Verdi Bewegung am Verhandlungstisch.“ Streikaktionen, die gegen Schülerinnen und Schüler gerichtet seien, führten lediglich zu einem weiteren Abwandern von Fahrgästen, zum Schaden aller Beteiligten. Der WBO hält Maßnahmen dieser Art in diesem Verhandlungsstadium für unangebracht. „So verspielt die Gewerkschaft nur weiter Vertrauen.“

Die Verhandlungen werden am 04. Oktober fortgesetzt. Verdi hat zugesagt, bis dahin von weiteren Streiks abzusehen.

Der WBO bleibt dran.

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Ulrike Schäfer

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