Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg hat turnusgemäß den Baden-Württemberg-Index ÖPNV Straße 2025 veröffentlicht. Dabei feiert der Index ein Jubiläum – es gibt ihn seit nunmehr fünf Jahren.

 

Der Index bildet jährlich die zentralen Kostensteigerungen des Busverkehrs in den Bereichen Personal, Kapitalkosten, Instandhaltung, Treibstoff/Energie sowie sonstige Kosten ab und sorgt auf diese Weise bei den lang laufenden Dienstleistungsverträgen im ÖPNV für verlässliche Finanzierung. Der nun veröffentlichte Index bildet die Kostensteigerungen von 2024 zu 2025 ab.


Mit dem Baden-Württemberg-Index ÖPNV Straße werden im Rahmen von Verkehrsleistungsverträgen Vergütungsanpassungen transparent und automatisch an die Kostenentwicklungen gekoppelt. Dabei sorgt der Kostenindex dafür, dass sich die Vergütung dynamisch, entsprechend der realen Kostenentwicklung verändert. Gerade bei ÖPNV-Verkehrsleistungen, bei denen Verträge mit einer Laufzeit von zehn Jahren üblich sind, ist ein solcher Mechanismus von Nöten, damit die Verkehrsleistung über die gesamte Vertragslaufzeit stabil erbracht werden kann. Oder anders ausgedrückt: Der Index verringert auf diese Weise das Risiko, dass langlaufende Verkehrsdienstleistungsverträge angesichts dynamisch steigender Kosten während der Laufzeit in eine Schieflage geraten, und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung eines verlässlichen ÖPNV-Angebots in Baden-Württemberg.


Dabei muss folgendes beachtet werden: Die Indexierung sorgt für eine verlässliche Finanzierung der langlaufenden Verträge, sie wirkt systembedingt aber zeitverzögert. Beim Baden-Württemberg-Index erfolgt die Anpassung nur einmal jährlich.


Bei massiven Kostensprüngen kann der zeitliche Versatz zwischen Anfall der Kosten und Ausgleichszeitpunkt – also der Nachlauf für die Unternehmen – zum Liquiditätsproblem werden. Gerade aktuell erleben wir Dieselpreise auf Rekordniveau, die in kürzester Zeit den bisherigen Höchststand im Krisenjahr 2022 übertroffen haben. Das Problem dabei: Diesel macht einen hohen Kostenanteil am Verkehr aus, rund 20 Prozent. Er wird täglich verbraucht und sofort bezahlt. Die Preissteigerung wirkt hier also ab dem ersten Tag. Ohne Abschlagsregelungen müssen diese Kosten gegebenenfalls monatelang vorfinanziert werden – das kann zu Liquiditätsengpässen führen. Um solche besonders hohen Kostenexplosionen liquiditätsmäßig abzufangen, ist es für Unternehmen geradezu existenziell Abschläge zu erhalten.


Abschlagszahlungen bedeuten: Laufende, unterjährige Anpassungen der Vergütung, orientiert an der aktuellen Kostenentwicklung. Sie wirken daher wie ein „Liquiditätspuffer in Echtzeit“ – gerade in Krisenzeiten ist dies von großer Bedeutung für die Unternehmen.


WBO-Geschäftsführerin Yvonne Hüneburg bringt es auf den Punkt: „Bei massiven Kostensteigerungen entscheidet nicht der Index, sondern die Abschlagszahlung über die Liquidität der Unternehmen. Ohne unterjährige Anpassung werden Verkehrsunternehmen gezwungen, Kostenexplosionen vorzufinanzieren – das ist wirtschaftlich auf längere Sicht nicht tragfähig und gefährdet den öffentlichen Verkehr im Land.“

 

Pressemitteilung als PDF

Infobroschüre zum Baden-Württemberg-Index ÖPNV Straße 2025

Pressemitteilung des Verkehrsministeriums zum Baden-Württemberg-Index ÖPNV Straße 2025

Anlage zum Baden-Württemberg-Index ÖPNV Straße 2025Anlage zum Baden-Württemberg-Index ÖPNV Straße 2025

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