Verkehrsministerin Nicole Razavi MdL eröffnet ÖPNV-Kongress.

 

Der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen e.V. (WBO) hatte zum heutigen 32. ÖPNV-Kongress in die Stadthalle nach Sindelfingen geladen und mehr als 200 Teilnehmende aus Politik und Verwaltung, den Verkehrsunternehmen, den Verbünden und Verbänden sowie aus Wissenschaft, Industrie und dem Dienstleistungssektor waren der Einladung gefolgt. Mit ihrer Rede eröffnete die Ministerin für Verkehr des Landes Baden-Württemberg, Nicole Razavi MdL, den Kongress, in dessen Fokus traditionsgemäß der Austausch über die aktuellen Themen rund um den ÖPNV sowie der Wissenstransfer stehen.


Dass die Themenvielfalt und die Herausforderungen im ÖPNV groß sind – zeigte allein schon der Blick ins gewohnt abwechslungsreiche Programm des diesjährigen Kongresses. Der Antriebstransformation, der Kostenentwicklung – insbesondere vor dem Hintergrund der dramatisch gestiegenen Energie- und Kraftstoffpreise und der Sicherheit im ÖPNV waren eigene Vorträge gewidmet.


Als roter Faden zogen sich die Themen Wirtschaftlichkeit und Effizienz durch das Kongressprogramm. Die wichtige Rolle der privaten, mittelständischen Busunternehmen dabei kam in den Vorträgen von WBO-Geschäftsführerin Yvonne Hüneburg und den Podiumsrunden, in denen vertieft über die Zukunft des ÖPNV in Baden-Württemberg diskutiert wurde, zum Ausdruck.


WBO-Präsident Franz Schweizer richtete eingangs einen klaren Appell an die Politik: „Weniger bürokratische Hürden, mehr unternehmerische Freiheit und verlässliche Rahmenbedingungen sind der Schlüssel, um die Effizienz und Attraktivität des ÖPNV nachhaltig zu steigern.“ Schweizer betonte die Bedeutung des gegenseitigen Vertrauens und forderte mehr Mut zum Unternehmertum sowie eine konsequente Einbindung der Verkehrsunternehmen in Entscheidungsprozesse.


WBO-Geschäftsführerin Yvonne Hüneburg unterstrich dies in Ihrem Vortrag über die Erneuerung des Bündnisses für den Mittelstand: „Mehr Unternehmertum täte dem ÖPNV gut – Wirtschaftlichkeit und Effizienz sind im Mittelstand nicht nur Worthülsen, sondern Tagesgeschäft. In der Erneuerung des Bündnisses für den Mittelstand sehen wir darüber hinaus die Chance, in einem Miteinander von Politik und Wirtschaft die Stärken des Mittelstands besser zum Tragen zu bringen und innovativen, marktgerechten Ideen und Konzepten Raum zu geben, sich zu entwickeln.“


Nicole Razavi MdL, Ministerin für Verkehr in Baden-Württemberg, betonte: „Die Busverkehre sind das Rückgrat des ÖPNV, insbesondere im ländlichen Raum. Wenn wir den ÖPNV stärken, stärken wir auch den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg. Denn Fachkräfte verlangen neben einem guten Straßennetz auch einen guten Anschluss an Bus und Bahn. Die Busunternehmen haben einen großen Erfahrungsschatz für einen guten Busverkehr vor Ort. Dieses Wissen wollen wir gemeinsam nutzen. Dazu brauchen die Verkehrsunternehmen gute Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und möglichst wenig Bürokratie. Auf Landesebene haben wir eine konstruktive und offene Kultur des Miteinanders zwischen Land, Kommunen und Verkehrsunternehmen. Daher bin ich überzeugt, dass wir mit einer Weiterentwicklung des ‚Bündnisses für den Mittelstand‘ den ÖPNV für die Fahrgäste voranbringen können und gleichzeitig einen Beitrag zur Stärkung des Mittelstands in Baden-Württemberg leisten.“


Mit ihrer Eröffnungsrede unterstrich die Verkehrsministerin die Rolle des Kongresses als zentralem Forum für die gemeinsame Bewältigung der vielfältigen und sich schnell wandelnden Herausforderungen im ÖPNV. Einmal mehr wurde der ÖPNV-Kongress des WBO damit dem Anspruch gerecht, aktuelle Handlungsfelder zu benennen und Lösungsansätze aufzuzeigen.

 

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