Die vom Bundesverkehrsministerium ausgerufenen 170 Millionen Euro für einen Touristikrettungsschirm müssen noch in ein Programm gegossen werden. Für die Unternehmen bedeutet das, dass in den nächsten Wochen kein Geld fließen wird.

WBO: Geduld ist gefragt

 

1.000 Reisebusse haben in Berlin am Mittwoch lautstark auf die desaströse Situation der Reisebusbranche aufmerksam gemacht. Mit dabei waren 40 Busunternehmen mit 48 Bussen aus Baden-Württemberg. „Wir stecken in der größten Krise, welche diese Branche je durchzustehen hatte“, betont Klaus Sedelmeier, Vorsitzender des Verbands Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer, WBO. „Für viele meiner Kolleginnen und Kollegen ist es bereits fünf nach zwölf!“ Sedelmeier war selbstverständlich in Berlin dabei – wie zuvor am 14. Mai. Und auch am 27. Mai beim WBO-Aktionstag in Stuttgart.

 

Dort hatte Landesverkehrsminister Winfried Hermann die frohe Botschaft der Rettungsschirme des Landes verkündet: Mit 200 Millionen Euro will Baden-Württemberg den ÖPNV unterstützen, 40 Millionen Euro sind zusätzlich ausschließlich für die Bustouristik vorgesehen. In Berlin hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer am Mittwoch 170 Millionen Euro aus Bundesmitteln nur für die Bustouristik versprochen.

 

Leider hat der Bund durch sein Überbrückungshilfenprogramm das Land Baden-Württemberg mit seinem Touristikrettungsschirm ausgebremst und auch keine Sonderlösung unterstützt. Auch die vom Bundesverkehrsministerium ausgerufenen 170 Millionen Euro müssen noch in ein Programm gegossen werden. Für die Unternehmen bedeutet das, dass in den nächsten Wochen kein Geld fließen wird.

 

„Für die privaten Busunternehmen, die zu den härter und länger von der Krise betroffenen Branchen gehören, ist das fatal“, so Dr. Witgar Weber, Geschäftsführer des WBO. Seit 16. März standen die Reisebusse still. Und auch nach der Aufhebung des Busreiseverbotes zum 15. Juni rollen die Busse nicht gleich wieder los. „Eine Busreise – zumal unter Auflagen – bedarf der Vorbereitung“, erklärt Unternehmer Klaus Sedelmeier. Hinzu kommen die unterschiedlichen Auflagen in Bund und dem europäischen Ausland. „Deshalb ist es nach wie vor überlebenswichtig, dass die Finanzhilfen schnellstmöglich bei den Unternehmen ankommen.“ Schon nach der Ankündigung der Rettungsschirme in Stuttgart war die drängendste Frage der Unternehmen: „Wann kommt das Geld endlich an?“

 

Nach den neuen Entwicklungen im Bund wird das nun dauern. „Ob und wie unsere Mitglieder das überstehen werden, wird sich zeigen“, meint WBO-Geschäftsführer Dr. Witgar Weber.

 

Der WBO bleibt dran.

 

Pressemitteilung "Rettungsschirm Bustouristik"

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