Auch vor der elften Verhandlungsrunde zwischen dem Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer, WBO, und der Gewerkschaft Verdi über die Neuausgestaltung des Manteltarifvertrags für die privaten Omnibusunternehmen am Dienstag, 15. November, bleiben die Arbeitgeber dabei: Kompromisse können nur am Verhandlungstisch erzielt werden, nicht auf der Straße.

 

„Die aktuellen Forderungen der Gewerkschaft nach vollständiger Bezahlung von geteilten und weitestgehender Bezahlung von ungeteilten Diensten sind unerfüllbar, da helfen auch keine Demonstrationen“, gibt WBO-Verhandlungsführer Horst Windeisen die Richtung vor. Die Rahmenbedingungen für die privaten Verkehrsunternehmen seien nach wie vor ausgesprochen schwierig: Die Fahrgastzahlen im ÖPNV sind bei weitem noch nicht auf einem Niveau, das annähernd der Vor-Corona-Zeit entspricht. „Wir rechnen angesichts der vierten Welle der Pandemie noch mit weiter zurückgehenden ÖPNV-Nutzungen“, blickt Windeisen der Realität ins Auge. Das bedeute weitere Einnahmeverluste bei den Unternehmen. Dazu kommt der Dieselpreis, der in schwindelerregende Höhen steigt – kein Ende absehbar.

 

Zudem haben sich die Arbeitgeber im laufenden Tarifkonflikt bewegt: „Die bisherigen Vereinbarungen, Prämie, erhöhter Nachtzuschlag, Zahlung von parallelen Zuschlägen – die unter dem Vorbehalt einer Paketlösung stehen – sowie die Einführung von neuen Lohngruppen belasten die WBO-Unternehmen schon erheblich“, betont die Stellvertretende WBO-Geschäftsführerin Yvonne Hüneburg. „Dazu kommt die Forderung der Gewerkschaft nach Verhandlungen zu einer betrieblichen Altersvorsorge.“ Hüneburg erinnert an die hohe Inflation, welche in den Lohntarif nachwirke und die anstehende Verhandlungsrunde zum Lohntarifvertrag, der zum 30. September ausgelaufen, von der Gewerkschaft indes noch nicht gekündigt worden ist. „Alles was vereinbart wird, müssen die Unternehmen auch bezahlen können“, bekräftigt Horst Windeisen. „Wenn sie es finanziell nicht verkraften können, dann ist keinem gedient, am wenigsten den Beschäftigten! Dies blendet Verdi völlig aus.“

 

Hinsichtlich der erneuten Streiks, zu denen Verdi für den heutigen Montag aufgerufen hat, bleibt Windeisen weiter dabei: „Streiks treffen genau die Falschen am allermeisten – Schüler, Studenten und Pendler. Genau diejenigen, die es angesichts der Corona-Pandemie eh schon schwer genug haben.“ Der WBO-Verhandlungsführer betont: „Kompromisse können nur am Verhandlungstisch erzielt werden, nicht auf der Straße.“

 

Der WBO bleibt dran.

 

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Ulrike Schäfer

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