Das „Bündnis für den Mittelstand“ und der „Baden-Württemberg-Index ÖPNV“ sind bisher einzigartig in Deutschland.

Der Landtag hatte im Jahr 2017 die Entwicklung von Leitlinien für die mittelstandsfreundliche Ausgestaltung von Vergabeverfahren als geeignete Maßnahme gefordert, die dem Mittelstand auch unter den Bedingungen eines zunehmenden Wettbewerbs eine erfolgversprechende Zukunftsperspektive bietet. Denn die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass kleine und mittelständische Verkehrsunternehmen verstärkt Schwierigkeiten haben, sich als eigenständige Anbieter von ÖPNV-Leistungen in einem Wettbewerbsmarkt zu auskömmlichen Preisen zu behaupten. Ein leistungsfähiger Mittelstand sowie eine Vielzahl kompetenter, regionaler Unternehmen sind jedoch Voraussetzung für den Ausbau eines flächendeckenden, qualitativ hochwertigen ÖPNV in Stadt und Land. „Deswegen müssen die Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass auch kleine und mittlere private Unternehmen weiterhin eine erfolgversprechende unternehmerische Perspektive haben“, meint der Busunternehmer und WBO-Vorsitzende, Klaus Sedelmeier. Die Rahmenbedingungen wurden nun im Bündnis für den Mittelstand, welches am 09. November 2020 durch das Verkehrsministerium Baden-Württemberg, den Landkreistag, den Städtetag und den Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen (WBO e.V) unterzeichnet wurde, festgeschrieben

 

Bestandteil des Bündnisses ist auch der Baden-Württemberg-Index ÖPNV Straße. Der Baden-Württemberg-Index ÖPNV Straße stellt ein Vollindex dar, der 100 % der Gesamtkosten eines Verkehres fortschreibt. Vereinbart ist, dass der Baden-Württemberg-Index flächendeckend bei Vergaben von Verkehrsleistungen Bestandteil des öffentlichen Dienstleistungsauftrages wird. Ein solcher Kostenfortschreibungsindex ist bislang einzigartig in Deutschland.

 

Yvonne Hüneburg

Stellv. Geschäftsführerin & Recht

 

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