Die Verhandlungen über den Manteltarifvertrag des privaten Omnibusgewerbes sollen, vorbehaltlich der Zustimmung in den Tarifkommissionen, in Präsenz wieder aufgenommen werden.

 

Darauf einigten sich der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer (WBO) und die Gewerkschaft Verdi bei einem Gespräch im kleinen Kreis.

„Es war ein sachlich geführtes, konstruktives, Gespräch“, zieht WBO-Verhandlungsführer Horst Windeisen ein positives Fazit. Beiden Seiten sei klar, dass eine Einigung im verhärteten Tarifkonflikt nur am Verhandlungstisch möglich ist. Klar ist aus Sicht des WBO auch, dass zu einer Einigung zwei Seiten gehören. „Die Busunternehmen können nicht unbegrenzt finanziell belastet werden: massive Mantelforderungen, eine Lohntarifrunde im Herbst diesen Jahres und quasi parallel oder zwischendrin das Thema Altersvorsorge – das ist in der Summe einfach zu viel und für die meisten Unternehmen, die im WBO organisiert sind, nicht verkraftbar“, so Windeisen. „Wir müssen den Spagat schaffen, einerseits Verbesserungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erreichen und auf der anderen Seite die finanzielle Leistungsfähigkeit der Unternehmen zu erhalten. Ein stufenweises Umsetzen bietet sich deshalb geradezu an.“

Vor dem Hintergrund der erfolgten Urabstimmung, bei der sich Verdi-Mitglieder mehrheitlich für einen unbefristeten Warnstreik ausgesprochen hatten, appellieren die Vertreterinnen und Vertreter der Omnibusunternehmen an die Busfahrerinnen und -fahrer, die außergewöhnlichen Belastungen der Busunternehmen zu berücksichtigen. Die Bustouristik sowie der ÖPNV leiden nach wie vor massiv unter der anhaltenden Pandemiesituation: Fahrgastrückgänge, Einnahmeausfälle, Abokündigungen und Fahrplankürzungen. Die Unternehmen sind froh um jeden Fahrgast, der ihnen die Treue hält, und damit um jeden Bus, der weiterhin fährt. Für die massiven Streikaktionen der Gewerkschaft haben sie kein Verständnis. „Streikaktionen und Ausfälle im ÖPNV – das führt verständlicherweise zu Verärgerung insbesondere bei den Fahrgästen“, so die stellvertretende WBO-Geschäftsführerin Yvonne Hüneburg. Gerade die Fahrgäste gelte es aber, unbedingt als zuverlässige ÖPNV-Nutzer zu halten. „Die Branche ist – aktuell mehr denn je – auf jeden einzelnen Fahrgast angewiesen. Streikaktionen sind da kontraproduktiv!“

In der Manteltarifrunde geht es um die Weiterentwicklung des Arbeitsrahmens für das private Omnibusgewerbe. Betroffen sind mehr als 400 mittelständische Busunternehmen in Baden-Württemberg mit mehr als 9.000 Fahrerinnen und Fahrern.

Der WBO bleibt dran.

 

 

Ulrike Schäfer

Kommunikation

 

Fon 07031 - 623 107

Fax 07031 - 623 116

Mobil 0176 - 45 88 17 00

ulrike.schaefer@wbo.de

Aufnahme in Presseverteiler

 

Möchten Sie die WBO
Pressemitteilungen per E-Mail erhalten? Füllen Sie bitte das Formular aus und schicken Sie es per Fax an: 07031-623 -116 oder schicken Sie uns eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten!