Verhandlungen werden am 21. / 22. September fortgesetzt

Pünktlich zum Schulstart hat die Gewerkschaft Verdi mehrtägige flächendeckende Streiks in Busbetrieben angekündigt.

 

Damit soll der Druck auf die Verhandlungspartner erhöht werden, mutmaßt der Verband Baden-württembergischer Omnibusunternehmer, WBO. Die Verhandlungen über den Manteltarifvertrag des privaten Omnibusgewerbes waren nach der sechsten Verhandlungsrunde am 26. Juli im gegenseitigen Einvernehmen wegen der Sommerferien vertagt worden: Sie werden am 21. und 22. September jeweils ganztägig fortgesetzt.

 

„Diese Ankündigung zeigt wieder einmal, dass Verdi mit einem Tunnelblick unterwegs ist“, so WBO-Verhandlungsführer Horst Windeisen. Der Streik werde ausschließlich auf dem Rücken der Fahrgäste ausgetragen. Und das, obwohl die Coronapandemie wieder an Fahrt aufnehme und die ÖPNV-Nutzer nach wir vor sehr zurückhaltend seien. „Verdi sucht sich die Schwächsten in der Kette – die Schülerinnen und Schüler – zu Schulbeginn aus, um Druck aufzubauen“, ergänzt Yvonne Hüneburg, Stellvertretende Geschäftsführerin des WBO. „Das ist ein Unding – zumal es vor der Sommerpause zeitlich schlicht nicht gereicht hat, den Manteltarifvertrag abschlussreif zu verhandeln.“

 

Beide Seiten hatten sich sowohl beim Anwendungsbereich als auch bei den neu einzuführenden Lohngruppen weiter aufeinander zubewegt. Streitpunkt blieb die bezahlte Zeit pro Dienstschicht. „Wir setzen nach wie vor auf eine vertragliche Stufenregelung über eine Laufzeit von fünf Jahren hinweg“, betont Yvonne Hüneburg. Sie macht klar, dass der WBO nach wie vor nur für eine Paketlösung zu haben ist. „Jetzt ist es Verdi, Kompromissbereitschaft zu zeigen – und zwar am Verhandlungstisch und nicht auf der Straße“, so Hüneburg. „Im Interesse der Fahrgäste, der Unternehmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“

 

Der WBO bleibt dran.

 

 

In der Manteltarifrunde geht es um die Weiterentwicklung des Arbeitsrahmens für das private Omnibusgewerbe. Betroffen sind mehr als 400 mittelständische Busunternehmen in Baden-Württemberg mit mehr als 9.000 Fahrerinnen und Fahrern.

 

Ulrike Schäfer

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