Der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer, WBO, setzt sich für eine Nachbesserung
der kürzlich beschlossenen Kurzarbeiterregelungen für 2022 ein und hat sich diesbezüglich
mit einem Brief an Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut gewandt.


Hintergrund ist die Situation vor allem in der Bustouristik, welche von der vierten Coronawelle
wieder einmal massiv getroffen wird. „Dem ohnehin umsatzschwachen Wintergeschäft fehlen
aktuell die wichtigsten Reiseziele“, weist die Stellvertretende WBO-Geschäftsführerin
Yvonne Hüneburg auf Schließung von Weihnachtsmärkten und regionale Beherbergungsverbote
hin. „Etliche Kunden stornieren darüber hinaus gebuchte Reisen. Für die Bustouristik ist
die Pandemiesituation seit gut anderthalb Jahren eine Dauerkatastrophe!“
Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind seit mehr als einem Jahr in Kurzarbeit, bringen
Verständnis für den Arbeitgeber auf und nehmen Einkommenseinbußen hin. Das ist für alle
Beteiligten ohnehin schon extrem belastend.
Wie geht es für die Betriebe weiter? Die nächste Saison beginnt im Frühjahr – jetzt gilt es
durch den Winter zu kommen. Mit dem Unternehmen – und insbesondere mit dem Personal.
Gelingen kann das nur mit einer weiterhin 100-prozentigen Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge
(statt wie nun beschlossen nur noch 50 Prozent) und insbesondere der Beibehaltung
der erhöhten Leistungssätze bei Kurzarbeit.
„Die Kürzung der Leistungssätze ab Januar 2022 bedeutet, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
bis zu 27 Prozent ihres aktuellen Einkommens verlieren – und das nach einer so langen
Kurzarbeiterphase, die von viel Verzicht geprägt ist. Davon können die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter schlicht nicht leben“, betont Hüneburg. Die Busunternehmen wiederum
könnten keine Sozialversicherungsbeiträge für Beschäftigte bezahlen, die pandemiebedingt
nicht einsetzbar seien. Ebensowenig könnten sie das Kurzarbeitergeld aufstocken – was in
der Folge zu Personalverlust und Stellenabbau führe.
Ein Teufelskreis.
Deswegen appelliert der WBO an die Wirtschaftsministerin, die Regelungen für das Kurzarbeitergeld
für 2022 dringend nachzubessern. „Denn so“, ist Yvonne Hüneburg überzeugt, „gelingt
keine Beschäftigungssicherung.“
Der WBO bleibt dran.

Ulrike Schäfer

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