Der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen e. V. (WBO) zieht nach Auswertung aller Rückmeldungen, der allein in Baden-Württemberg mehr als 20 teilnehmenden Busunternehmen, eine positive Bilanz.

 

Der bundesweite Aktionstag hat einmal mehr sichtbar gemacht, was Busunternehmen und ihre Beschäftigten täglich für Mobilität und Teilhabe – insbesondere im ländlichen Raum – leisten.


Der Tag des Busses am 19. September hat auch in Baden-Württemberg gezeigt, welche Bedeutung der Bus für die Mobilität der Menschen und für das gesellschaftliche Leben im Land hat. Zahlreiche Busunternehmen öffneten im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche ihre Türen und boten Bürgerinnen und Bürgern, Familien, Politik und Verwaltung Einblicke in den täglichen Busbetrieb. Der Aktionstag machte dabei vor allem eines deutlich: Hinter jedem Fahrplan stehen Menschen, die jeden Tag dafür sorgen, dass Mobilität zuverlässig funktioniert.


„Der Tag des Busses war eine hervorragende Gelegenheit, den Busverkehr einmal aus einer anderen Perspektive zu erleben. Die Besucherinnen und Besucher konnten sehen, was hinter dem Fahrplan steckt und wie viele Menschen dafür sorgen, dass Busse sicher und zuverlässig unterwegs sind“, sagt Yvonne Hüneburg, die Geschäftsführerin des WBO. „Unser Dank gilt den teilnehmenden Unternehmen und ihren Beschäftigten, die diesen Tag mit großem Engagement gestaltet und die Idee des Aktionstages so toll und mit viel Aufwand mit Leben gefüllt haben.“


Belohnt wurde das Engagement der Busunternehmen durch die starke Resonanz der Besucherinnen und Besucher – auch aus Politik und Verwaltung. Zahlreiche Abgeordnete aus Bund und Land sowie Vertreterinnen und Vertreter der Aufgabenträger nutzten die Gelegenheit, um sich vor Ort zu informieren und den Austausch mit den mittelständischen Busunternehmen zu pflegen.


Bus ist mehr als ein Verkehrsmittel


Dabei wurde deutlich: Gerade im ländlichen Raum ist der Bus ein wesentlicher Bestandteil der Daseinsvorsorge. Er bringt Menschen zur Schule, zur Arbeit, zum Arzt, zum Einkaufen und zu Freizeitangeboten. Damit schafft er die Voraussetzung dafür, dass Menschen unabhängig vom eigenen Auto mobil bleiben und am gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Leben teilnehmen können.


Der Tag des Busses hat diese Funktion unmittelbar erlebbar gemacht. Bei Betriebsbesichtigungen, Mitmachaktionen und Gesprächen konnten Besucherinnen und Besucher den Busbetrieb aus nächster Nähe kennenlernen. Auch die Technik, der tägliche Betriebsablauf und die unterschiedlichen Berufsbilder in den Unternehmen standen im Mittelpunkt. Wo angeboten, konnten Interessierte unter fachkundiger Anleitung sogar selbst einmal hinter dem Lenkrad eines Busses Platz nehmen.

Wer dabei auf den Geschmack gekommen ist, konnte sich meist direkt vor Ort bei den Informationsständen der Agentur für Arbeit und der lokalen Jobcenter sowie der Fahrschulen über die Möglichkeiten des Berufseinstiegs als Busfahrerin und Busfahrer sowie die passenden Fördermöglichkeiten und die Fahrausbildung informieren.


Bus und Schiene als Gesamtsystem


Der Tag des Busses fand erneut parallel zum Tag der Schiene im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche statt. Damit wurde die Bedeutung des öffentlichen Verkehrs als Gesamtsystem sichtbar. Während die Schiene insbesondere auf starken Verbindungen zwischen Zentren und Regionen ihre Stärken ausspielt, sorgt der Bus für die notwendige Flächenerschließung und verbindet auch kleinere Städte und Gemeinden mit den größeren Verkehrsachsen.


„Öffentlicher Verkehr funktioniert nur als Gesamtsystem“, so Hüneburg. „Der Bus bringt die Menschen in die Fläche und verbindet sie mit den größeren Verkehrsachsen. Gerade für den ländlichen Raum ist das von entscheidender Bedeutung.“

 

Menschen machen Mobilität möglich


Der Aktionstag richtete den Blick zugleich auf die Menschen, die den Busverkehr jeden Tag möglich machen. Busfahrerinnen und Busfahrer, Disponentinnen und Disponenten, Werkstattmitarbeiterinnen und Werkstattmitarbeiter sowie zahlreiche weitere Beschäftigte sorgen dafür, dass der Fahrplan funktioniert und die Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen.


Damit war der Tag des Busses auch ein Schaufenster für die vielfältigen Berufsmöglichkeiten in der Branche. Die Unternehmen zeigten, welche Aufgaben und Entwicklungsmöglichkeiten der ÖPNV bietet und machten deutlich, dass Arbeiten im Busverkehr mit einer unmittelbaren gesellschaftlichen Aufgabe verbunden ist. Dabei bietet die Branche zukunftssicher Arbeitsplätze und attraktive Beschäftigungsbedingungen.


„Wer im ÖPNV arbeitet, bewegt nicht nur Busse, sondern Menschen und damit unsere Gesellschaft“, betont Hüneburg. „Die Beschäftigten leisten jeden Tag einen konkreten Beitrag dazu, dass Schülerinnen und Schüler zur Schule, Beschäftigte zur Arbeit und ältere Menschen zum Arzt kommen.“


Mittelständische Unternehmen sichern Mobilität vor Ort


Die Aktion hat zugleich die Rolle der überwiegend mittelständisch geprägten Busunternehmen in den Regionen sichtbar gemacht. Die Unternehmen sind vor Ort verwurzelt, kennen die Anforderungen ihrer Fahrgäste und sichern mit ihren Beschäftigten Mobilität auch dort, wo andere Verkehrsangebote nicht flächendeckend zur Verfügung stehen – effizient, wirtschaftlich und klimafreundlich. Und das auch in wirtschaftlich besonders herausfordernden Zeiten, die aktuell von hohen Kraftstoff-, Energie- und Personalkosten geprägt sind.

Der Tag des Busses ist seit seinem Start im Jahr 2023 inzwischen zu einem festen Bestandteil der Europäischen Mobilitätswoche geworden. Die starke Resonanz zeigt, dass das Interesse an einem direkten Austausch zwischen Busunternehmen, Beschäftigten, Politik und Öffentlichkeit groß ist.


Für den WBO ist das ein wichtiges Signal. „Wir freuen uns über die positive Resonanz auf den Tag des Busses und darüber, dass die Unternehmen gemeinsam gezeigt haben, was täglich hinter dem Busverkehr steht“, sagt Hüneburg. „Der Aktionstag hat Menschen zusammengebracht und deutlich gemacht: Ein leistungsfähiger Busverkehr bedeutet Lebensqualität, Teilhabe und Zukunftsperspektive für unsere Regionen.“


Damit der Bus diese Aufgabe auch künftig zuverlässig erfüllen kann, sind aus Sicht des WBO verlässliche politische und finanzielle Rahmenbedingungen sowie ausreichend qualifiziertes Personal notwendig. Zudem erfordert die derzeitige Dieselpreissituation, von der die Busunternehmen in ganz besonderem Maße betroffen sind, eine schnelle und spürbare Entlastung, um das ÖPNV-Angebot zu stabilisieren. Der Tag des Busses hat zugleich gezeigt, wie viel Engagement in den Unternehmen vorhanden ist – und welchen gesellschaftlichen Mehrwert die Menschen schaffen, die den öffentlichen Verkehr täglich am Laufen halten.

 

Pressemitteilung als PDF

Drucken


Aufnahme in Presseverteiler

 

Möchten Sie die WBO
Pressemitteilungen per E-Mail erhalten? Füllen Sie bitte das Formular aus und schicken Sie es per Fax an: 07031-623 -116 oder schicken Sie uns eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten!

Oliver Waidelich

Leitung Presse- & Öffentlichkeitsarbeit

 

Fon 07031 - 623 107

Fax 07031 - 623 116

Mobil 0176 - 45 88 17 00

oliver.waidelich@wbo.de

presse@wbo.de