Die Gesundheit aller stet an erster Stelle: Bereits heute werden in den Unternehmen Vorkehrungen und Maßnahmen getroffen, wie Bustourismus nach Aufhebung der Beschränkungen gestaltet werden kann.

Deutschland, Europa und die Welt erleben derzeit eine beispiellose Krise durch die Coronavirus-Pandemie. Diese Entwicklung betrifft alle wesentlichen Teile des öffentlichen Lebens in Deutschland und macht mitunter dramatische Veränderungen und Schritte notwendig.


Der Personenverkehr und vor allem die Bustouristik sind durch die massiven Einschränkungen und die behördlichen Anordnungen seit dem 17. März 2020 komplett zum Erliegen gekommen.

Die privaten Busunternehmen sind sich ihrer Verantwortung bewusst, dass die Gesundheit ihrer Kunden und Busfahrerinnen und Busfahrer oberste Priorität hat. Bereits heute werden in den Unternehmen Vorkehrungen und Maßnahmen getroffen, wie Bustourismus nach Aufhebung der Beschränkungen gestaltet werden kann. Die Einhaltung der Hygienevorschriften sowie Mundschutz und regelmäßige Desinfektion der Busse haben dabei höchste Priorität.

 

Nach Einschätzung des WBO drohen bundesweit Umsatzeinbußen in zweistelliger Milliardenhöhe, wenn sich die Buchungsrückgänge so fortsetzen. 90 Prozent der Busunternehmen in Deutschland können diese wirtschaftliche Situation ohne Hilfe nicht überstehen. Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Steuereinnahmen in allen Regionen Deutschlands drohen damit verloren zu gehen.

 

Die aktuellen Entscheidungen von Bund und Ländern führen zu einem Ungleichgewicht im Vergleich zu verschiedenen anderen Wirtschaftszweigen. Während einige Branchen nach Corona-bedingten Einschränkungen nun Schritt für Schritt wieder ihre Arbeit aufnehmen können, zeichnet sich ab, dass andere Branchen deutlich länger und dadurch viel stärker betroffen sein werden. Neben der Hotellerie und dem Gastgewerbe trifft das vor allem auf die Bustouristik zu.

 

Zumeist seit Generationen familiengeführte Reisebusunternehmen bilden einen wichtigen Pfeiler im Tourismussektor. Der klassische Gruppentourismus ist nahezu ausnahmslos von Reisebussen abhängig. Schülerfahrten, aber auch gemeinschaftliche Erlebnisreisen drohen durch die anhaltenden Corona-Folgen keine Zukunft mehr zu haben. Und auch im Fernbusbereich, wo touristische Reisen rund 80 Prozent der Fahrten ausmachen und normalerweise Millionen Menschen befördert werden, herrscht Stillstand.

 

Für den WBO sind drei Forderungen existenziell:

  • Ein Rettungsschirm für die Bustouristik. Soforthilfen müssen umgehend ausgeweitet werden. Die Unternehmen brauchen jetzt weitere Finanzhilfen – keine Kredite!
  • Die Aufhebung des Busreiseverbots. Der WBO hat ein Hygienekonzept, das Busreisen wieder ermöglicht, vorgelegt – und somit Perspektiven eröffnet. Jetzt wartet der Verband dringend auf die Genehmigung.
  • Senkung der Mehrwertsteuer. Sieben Prozent sind längst überfällig – die Ungleichbehandlung mit Blicke auf die Bahn im Fernverkehr ist aus Sicht des WBO absolut inakzeptabel.

 

Die Zeit läuft gegen die Betriebe. Der Unmut wächst – die Not ist einfach zu groß.
Die Politik muss das jetzt erkennen. Handeln tut Not – sonst steht der Mittelstand vor dem Aus!

 

Pressemitteilung "Resolution des WBO zur aktuellen Situation der Bustouristik"

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Ulrike Schäfer

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